In memoriam Rudolf Sarközi

rudi c KV-RomaRudolf Sarközi: Ein Leben für die Anerkennung

1944 hinter den Mauern des KZ-Lackenbach im Burgenland geboren, widmete Prof. Rudolf Sarközi sein Leben für die Gemeinschaft der Roma um ihnen eine politische Stimme zu verleihen.

Sein Wille zur Selbstbestimmung mündete 1991 in der Gründung des “Kulturvereins Österreichischer Roma”. Im Jahr 1993 wurde sein politisches Engagement mit der Anerkennung der Roma und Sinti Österreichs als Volksgruppe der Roma endgültig honoriert. Auch trug er einen wichtigen Teil zur Einrichtung des Roma-Volksgruppenbeirats im Parlament bei.

Für seinen langjährigen und unerbittlichen Einsatz erhielt Rudolf Sarközi, neben einer Vielzahl von Auszeichnungen, im Jahr 2010 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.

Am Samstag den 12. März erlag Prof. Rudolf Sarközi an den Folgen eines schweren Herzleidens. Wir trauern mit seiner Frau Helga und seinem Sohn Andreas, mit allen Familienangehörigen und Freunden. Sein Wirken ebnete einen Weg der Verständigung, den sein Sohn Andreas Sarközi als Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma weitergehen wird.

Emmerich Gärtner-Horvath, der seinen Vorsitz im Volksgruppenbeirat der Roma übernommen hat, erinnert an das Erbe eines großen Vorbilds: „Rudolf Sarközi ist es zu verdanken, dass die Volksgruppe der Roma die gleiche politische Anerkennung erhielt wie die burgenlandkroatische, die slowenische, die ungarische, die tschechische und die slowakische Volksgruppen. Mit seinem Verein war er maßgebend für die Aufarbeitung der Geschichte der Roma während der NS-Zeit in Österreich verantwortlich und schuf damit eine Gedenkkultur, die die Verbrechen an den Roma nicht in Vergessenheit geraten lässt. Für ihn war Bildung immer der Schlüssel zum Erfolg. Das alleine reicht aber nicht aus: Roma werden trotzdem am Arbeitsmarkt diskriminiert. Die Mehrheitsbevölkerung dafür zu sensibilisieren, war sein großes Ziel.“

Er wird uns fehlen!

Nadine Papai
(Gesellschaft für bedrohte Völker)

Kondolenzbuch:
Vor- und Nachname Kondolenz
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Bobnar Nur wer vergessen wird, ist tot!
Thomas Morawski Einen Menschen wie Rudolf gekannt zu haben, ist ein Vermächtnis. Ihn gemocht zu haben, ein Privileg.
RABIE PERIC-JASAR Nur wer vergessen wird, ist tot!
Astrid Kury Rudolf Sarközi hat eine außergewöhnliche Pionierarbeit geleistet - für dieses mit größtem persönlichen Einsatz entstandene Lebenswerk sei ihm gedankt!
Gerd Ragette Nur wer vergessen wird, ist tot! Rudolf Sarközi kannte keine Berührungsängste wenn er sich für seine Volksgruppe einsetzte.
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